Operating Cash Flow - Operativer Cashflow

Der Operating Cash Flow (operativer Cashflow oder OCF) misst die Liquidität, die ein Unternehmen aus seinem operativen Kerngeschäft generiert, und ist ein zentraler Indikator für die finanzielle Gesundheit. $$\text{OCF} = \text{Nettogewinn} + \text{nicht-zahlungswirksame Aufwendungen} \pm \Delta\text{Working Capital}$$ Detaillierte Berechnung (indirekte Methode): $$\text{OCF} = \text{Nettogewinn}$$ $$+ \text{ Abschreibungen}$$ $$+ \text{ sonstige nicht-zahlungswirksame Aufwendungen}$$ $$- \Delta \text{ Forderungen (Increase in Receivables)}$$ $$- \Delta \text{ Vorräte (Increase in Inventory)}$$ $$+ \Delta \text{ Verbindlichkeiten (Increase in Payables)}$$
Unterschied zu anderen Cash Flow Kennzahlen:

1. Operating Cash Flow (OCF) = Cash aus Geschäftstätigkeit
2. Free Cash Flow (FCF) = OCF - CAPEX
3. FCFF = OCF - CAPEX + Zinsaufwand × (1-T)
4. FCFE = FCFF - Zinsaufwand × (1-T) + Netto-Neuverschuldung

Qualitätsindikatoren:
  • OCF > Nettogewinn: Gesunde Cash-Generierung, hochwertige Earnings
  • OCF < Nettogewinn: Mögliche Bilanzierungsprobleme oder Working Capital Aufbau
  • OCF-Marge: $\frac{\text{OCF}}{\text{Umsatz}}$ sollte ≥ Nettogewinnmarge sein
Anwendung: Der Operating Cash Flow wird typischerweise im Cash Flow Statement (Kapitalflussrechnung) unter "Cash Flow from Operating Activities" ausgewiesen.

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