DDM-Rechner (Dividend Discount Model)

Schätze den fairen Wert einer Aktie aus den Ausschüttungen an ihre Aktionäre, mit eigenen Zahlen oder mit den Daten eines Unternehmens als Ausgangspunkt. Wähle den Detailgrad: vom einfachen Modell mit einer Ausschüttung und zwei Wachstumsraten bis zur Planung Jahr für Jahr. Das Ergebnis spiegelt allein die eingestellten Annahmen wider (Voreinstellungen oder deine eigenen); es ist keine Prognose, keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung.

Modell
Detailgrad

Standard: Umsatzwachstum, Netto-Marge, Ausschüttungsquote und Eigenkapitalkosten (CAPM) mit Monte-Carlo-Simulation, das Modell der Unternehmensseiten.

Ausgangswerte
Eigene Werte oder die Daten eines Unternehmens laden:

Deine Annahmen

Ausgangswerte

Die Zahlen des letzten Geschäftsjahres. Voreingestellt ist ein erfundenes Beispielunternehmen. Trage eigene Werte ein oder lade oben die Daten eines Unternehmens.

Beträge in
Umsatz Basisjahr
Mio. EUR
Aktienanzahl
Mio.
Kurs je Aktie optional
EUR

Kapitalkosten

Eigenkapitalkosten Jahr 1 (CAPM) 7,74 %
Risikoloser Zins
%
Eigenkapitalprämie
%
Beta Start, läuft zum Branchenwert
Fremdkapitalprämie
1,11 %

Aufschlag auf den risikolosen Zins für Fremdkapital

Geschäftsentwicklung

Umsatzwachstum Jahr 1–5
%
Umsatzwachstum ab Jahr 10
%
höchstens 7,59 %
Netto-Marge Jahr 1
%
Netto-Marge ab Jahr 10
%
Ausschüttungsquote Jahr 1
%
Ausschüttungsquote ab Jahr 10
%

Schritt 1 von 8 · Ausgangswerte

Wovon gehst du aus?

Lade die Daten eines Unternehmens oder rechne mit eigenen Zahlen. Jede Zahl bleibt danach änderbar.

Ergebnis

Noch kein Ergebnis

Prüfe deine Annahmen und starte die Berechnung. Danach aktualisiert sich das Ergebnis bei jeder Änderung automatisch.

Nach der Berechnung erscheinen hier die Internal Rate of Return (IRR, interner Zinsfuß), die Spanne der Simulation, die Zusammensetzung des geschätzten fairen Werts, die Monte-Carlo-Verteilung, der Verlauf im Modell und die Tabelle Jahr für Jahr.

Das Ergebnis ist eine rechnerische Szenariodarstellung auf Basis der eingestellten Annahmen (Voreinstellungen oder deine eigenen). Es ist keine verlässliche Zukunftsaussage, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zu einer Transaktion. Es ist kein Ersatz für eine Bewertung zu steuerlichen oder rechtlichen Zwecken.

Die DDM-Formel

Ein Dividend-Discount-Modell zinst jede künftige Ausschüttung je Aktie auf den heutigen Tag ab und addiert die Ergebnisse. Abgezinst wird mit den Eigenkapitalkosten, der Rendite, die Aktionäre für Investments mit vergleichbarem Risiko verlangen. Alles, was nach dem letzten projizierten und detailliert modellierten Jahr liegt, fasst der Restwert nach dem Gordon-Growth-Modell zusammen.

Wert je Aktie = Dt (1 + rEK)t + Restwert (1 + rEK)n
Der Wert je Aktie ist die Summe aller abgezinsten Ausschüttungen der Projektionsperiode zuzüglich des abgezinsten Restwerts.
Dt
Ausschüttung je Aktie im Jahr t: die Dividende, wahlweise zuzüglich Aktienrückkäufen. In der Stufe „Einfach“ gibst du sie direkt vor; ab „Standard“ ergibt sie sich aus Umsatz, Netto-Marge und Ausschüttungsquote.
rEK
Eigenkapitalkosten: die Rendite, die Aktionäre für Investments mit vergleichbarem Risiko verlangen. In der Stufe „Einfach“ gibst du sie direkt vor; ab „Standard“ ergeben sie sich aus risikolosem Zins, Beta und Eigenkapitalprämie (CAPM).
n
Länge der Projektionsperiode in Jahren: So viele Jahre werden einzeln modelliert.
Restwert
Restwert: der Wert aller Ausschüttungen nach dem Jahr n, also die Ausschüttung des Folgejahres geteilt durch Eigenkapitalkosten minus dauerhaftes Wachstum (Gordon-Growth-Modell).

Die ausführliche Herleitung und ein durchgerechnetes Zahlenbeispiel stehen im Lexikon. Zum Lexikonartikel DDM

Drei Detailgrade

Einfach
Eine Ausschüttung je Aktie, ein Wachstum für die ersten Jahre, ein Wachstum im Restwert und die Eigenkapitalkosten als Diskontierungssatz. Eine Sensitivitätstabelle zeigt, wie stark beide Sätze das Ergebnis bewegen.
Standard
Der Wert ergibt sich aus Umsatzwachstum, Netto-Marge, Ausschüttungsquote sowie Eigenkapitalkosten aus risikolosem Zins, Eigenkapitalprämie und Beta. Eine Monte-Carlo-Simulation zeigt, wie weit der Wert bei schwankendem Umsatzwachstum und schwankenden Margen streut.
Detailliert
Dieselbe Rechnung wie „Standard“, aber jede Annahme für jedes Jahr der Projektionsperiode einzeln. Gedacht für Unternehmen, deren Zahlen sich nicht gleichmäßig entwickeln.

Was ein DDM nicht leisten kann

  • Das Ergebnis ist nur so belastbar wie die Eingaben

    Die Rechnung prüft nicht, ob deine Annahmen plausibel sind. Ein in sich stimmiges Modell kann auf Annahmen beruhen, die nie eintreten. Die Präzision der ausgegebenen Zahl sagt nichts über ihre Treffsicherheit.

  • Der Restwert dominiert das Ergebnis

    In den meisten Modellen steckt der größte Teil des Werts im Restwert, also in einer einzigen Formel für die Zeit nach der Projektionsperiode. Kleine Änderungen an ihrem Wachstums- oder Zinsparameter verschieben das Ergebnis erheblich.

  • Kapitalkosten wirken überproportional

    Weil im Nenner potenziert wird, schlagen schon wenige Zehntelprozentpunkte bei den Eigenkapitalkosten deutlich auf den Wert durch, besonders im Restwert, dessen Nenner der Abstand zwischen Eigenkapitalkosten und Wachstum ist.

  • Ausschüttung ist nicht gleich Wertschöpfung

    Ein DDM bewertet, was an die Aktionäre fließt. Unternehmen, die wenig ausschütten und viel reinvestieren, erscheinen darin niedrig, solange sich die Reinvestition nicht in höheren künftigen Ausschüttungen niederschlägt. Für sie ist ein DCF-Modell oft aussagekräftiger.

Recht haben heißt nicht, dass der Markt folgt

Selbst wenn deine Annahmen zutreffen, muss sich der Kurs nicht danach richten, weder bald noch verlässlich. Kurse entstehen aus Angebot und Nachfrage, aus Stimmungen und den Erwartungen vieler Marktteilnehmer; sie können lange und weit von jedem Modellwert entfernt bleiben. Ein Modellwert sagt deshalb nichts darüber, ob oder wann sich der Kurs in seine Richtung bewegt.

„Die Märkte können länger irrational bleiben, als du solvent bleiben kannst.“

John Maynard Keynes zugeschrieben

Häufige Fragen zum DDM-Rechner

Wie funktioniert der DDM-Rechner?
Du legst fest, wie viel je Aktie ausgeschüttet wird, wie schnell die Ausschüttung wächst und mit welchen Eigenkapitalkosten abgezinst wird, je nach Detailgrad direkt oder über Umsatz, Netto-Marge und Ausschüttungsquote. Das Modell zinst die Ausschüttungen der Projektionsperiode und den Restwert auf den heutigen Tag ab; die Summe ist der geschätzte faire Wert je Aktie.
Worin unterscheiden sich DDM und DCF?
Das DCF-Modell bewertet die freien Cashflows des ganzen Unternehmens und zinst sie mit den gewichteten Kapitalkosten (WACC) ab; erst danach werden die Schulden abgezogen. Das DDM bewertet direkt, was an die Aktionäre fließt, und zinst mit den Eigenkapitalkosten ab. Bei Banken und Versicherern, deren Fremdkapital zum operativen Geschäft gehört, ist das DDM die üblichere Herangehensweise.
Gehören Aktienrückkäufe in die Ausschüttung?
Aktienrückkäufe geben wie Dividenden Geld an die Aktionäre zurück. Viele Bewertungen rechnen deshalb mit der Summe aus Dividenden und Rückkäufen (Total Payout); die Voreinstellungen für geladene Unternehmen tun das auch. Wer nur die Dividende betrachten will, setzt die Ausschüttung entsprechend an; in der Stufe „Einfach“ steht der Wert der reinen Dividende als Vergleichswert bereit. Dann sollte auch die Eigenkapitalprämie niedriger angesetzt werden, denn die Voreinstellung bezieht sich auf die Summe aus Dividenden und Rückkäufen.
Warum wird mit den Eigenkapitalkosten abgezinst und nicht mit dem WACC?
Ausschüttungen stehen nur den Aktionären zu. Ihr Barwert wird deshalb mit den Eigenkapitalkosten abgezinst, der Rendite, die Aktionäre verlangen. Der WACC mischt die Ansprüche von Eigen- und Fremdkapitalgebern und gehört zum DCF-Modell, das die Cashflows des ganzen Unternehmens bewertet.
Brauche ich dafür Unternehmensdaten?
Nein. Der Rechner startet mit einem erfundenen Beispielunternehmen, und du kannst jeden Ausgangswert selbst eintragen, vom Cashflow oder Umsatz über die Margen bis zu Aktienzahl, Barmitteln und Schulden. Über die Suche lassen sich außerdem die Daten eines Unternehmens als Ausgangspunkt laden; auch sie bleiben vollständig änderbar.
Ist das Ergebnis eine Anlageempfehlung?
Nein. Der Rechner ist ein Werkzeug, um Bewertungsannahmen zu verstehen. Das Ergebnis ist eine rechnerische Szenariodarstellung auf Basis der eingestellten Annahmen (Voreinstellungen oder deine eigenen). Es ist keine verlässliche Zukunftsaussage, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zu einer Transaktion.

Begriffe im Lexikon

Die Bausteine des Modells, ausführlich erklärt.