Risikoloses Investment

Als ein risikoloses Investment bezeichnet man ein Investment bei dem die nominale Rendite im voraus bekannt und über eine fixe Laufzeit vertraglich fest garantiert ist. D.h. ein risikoloses Investment ist ein Investment ohne theoretisches Ausfallrisiko. Mit dieser Definition ist auch ein "risikoloses" Investment gewissen Risiken ausgesetzt wie z.B.

  • Liquiditätsrisiko: Auch bei einer über die Laufzeit garantierten nominellen Rendite trägt der Investor ein Liquiditätsrisiko.
  • Kursrisiko: Während der Laufzeit kann sich der Kurswert eines risikolosen Investments ändern, wenn sich z.B. die Zinslage ändert.
  • Inflationsrisiko: Während die nominelle Rendite vertraglich garantiert ist, ist die reale Rendite nach Inflation und Kaufkraftverlust nicht garantiert.
Was in der Praxis als (nach der obigen Definition) risikoloses Investment betrachtet werden kann ist in gewissem Maße kontextabhängig. Typischerweise werden Staatsanleihen politisch und wirtschaftlich stabiler Staaten sowie Anleihen stabiler Staatenbünde (z.B. EU), die in der jeweiligen Währung ausgegeben werden, als Proxy für ein (nahezu) risikoloses Investment verwendet. Ein Grund dafür ist, dass ein monetär souveräner Staat bei Schulden in eigener Fiatwährung grundsätzlich über sehr hohe nominale Zahlungsfähigkeit verfügt (u.a. durch die Möglichkeit, Liquidität in dieser Währung bereitzustellen). Verbleibende nominale Ausfallrisiken sind vor allem politischer bzw. institutioneller Natur. Der daraus abgeleitete risikolose Zins (Risk Free Rate) ist entsprechend währungsabhängig.

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