DCF-Rechner (Discounted Cashflow)

Schätze den fairen Wert einer Aktie mit einem Discounted-Cashflow-Modell, mit eigenen Zahlen oder mit den Daten eines Unternehmens als Ausgangspunkt. Wähle den Detailgrad: vom einfachen Modell mit einem Cashflow und zwei Wachstumsraten bis zur Planung Jahr für Jahr. Das Ergebnis spiegelt allein die eingestellten Annahmen wider (Voreinstellungen oder deine eigenen); es ist keine Prognose, keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung.

Modell
Detailgrad

Einfach: ein freier Cashflow, zwei Wachstumsraten und ein Diskontierungssatz, sofort berechnet.

Ausgangswerte
Eigene Werte oder die Daten eines Unternehmens laden:

Deine Annahmen

Ein freier Cashflow, zwei Wachstumsraten und ein Diskontierungssatz: das einfachste DCF-Modell. Es rechnet bei jeder Eingabe sofort neu.

Beträge in
Free Cashflow Basisjahr
Mio. EUR
Diskontierungssatz WACC
%
Cashflow-Wachstum Jahr 1–5
%
Cashflow-Wachstum ab Jahr 10
%

höchstens 6,97 %

Projektionszeitraum Jahre bis zum Restwert
Jahre
Aktienanzahl
Mio.
Barmittel
Mio. EUR
Finanzschulden
Mio. EUR
Kurs je Aktie optional
EUR

Schritt 1 von 6 · Ausgangswerte

Wovon gehst du aus?

Lade die Daten eines Unternehmens oder rechne mit eigenen Zahlen. Jede Zahl bleibt danach änderbar.

Geschätzter Fairer Wert 36,67 EUR

Ergebnis

Berechnet aus deinen Annahmen oben · DCF-Modell

Rechnet bei jeder Eingabe sofort neu.

Geschätzter Fairer Wert

36,67 EUR je Aktie

liegt 46,7 % über dem eingetragenen Kurs

Monte-Carlo · 1.000 Simulationen

Standardabweichung
± 4,61 EUR
In 90 % mindestens
31,27 EUR
Geschätzter Fairer Wert 36,67 EUR
Kurs 25,00 EUR

Berechnet mit den Beispielwerten des Rechners. Sie beschreiben kein reales Unternehmen und sind weder eine Prognose noch eine Empfehlung.

Spanne der Simulation

80 % der 1.000 Simulationen ergeben einen Wert zwischen 31,27 und 43,12 EUR (kräftig gefärbt). In mehr als 95 % der Simulationen liegt der Wert über dem eingetragenen Kurs.

Internal Rate of Return (IRR, interner Zinsfuß)

9,54 % p. a.

beim Kurs von 25,00 EUR

IRR
9,54 %
Diskontierungssatz
7,74 %

Liegt die IRR über den Diskontierungssatz deines Modells, liegt dein geschätzter fairer Wert über dem Kurs. Liegt sie darunter, liegt er unter dem Kurs.

Eine Rechengröße unter deinen Annahmen. Sie ist keine Renditeerwartung, keine Prognose und keine Zusage.

Sensitivität

Geschätzter fairer Wert je Aktie in EUR bei anderem Diskontierungssatz und Wachstum im Restwert

Zellen Geschätzter Fairer Wert (EUR)Wachstum im Restwert (%)
2,492,993,493,994,49
Diskontierungssatz (%)
6,7438,6943,0648,7756,5567,79
7,2434,3137,6641,9147,4655,03
7,7430,7733,4136,6740,8046,20
8,2427,8529,9732,5435,7139,72
8,7425,4027,1329,1931,6934,78

Deine Eingabe (7,74 % Diskontierungssatz, 3,49 % Wachstum im Restwert): 36,67 EUR je Aktie.

Je kräftiger die Farbe, desto höher der geschätzte faire Wert (eine Größenordnung, keine Wertung). Umrahmt: deine Eingabe; eine Zelle wählen und „Übernehmen“ setzt beide Werte. Je näher das Wachstum am Diskontierungssatz liegt, desto stärker reagiert der Restwert.

So setzt sich der geschätzte faire Wert zusammen

Beträge je Aktie in EUR

36,67EUR je Aktie
Barwert der Free Cashflows, Jahre 1–⁠10+ 11,81
Barwert des Restwerts, ab Jahr 11+ 26,36
Barmittel+ 1,50
Schulden− 3,00
Geschätzter Fairer Wert36,67 EUR

Zahlungen und ihr Barwert

Jede Zahlung deines Modells und ihr Wert heute: Je später sie anfällt, desto stärker wird sie abgezinst.

10 Modell 228,12 108,24

Der Restwert ist hier nicht abgebildet; er steht in der Tabelle und in der Zusammensetzung des geschätzten fairen Werts.

Jahr für Jahr

Wachstum, Zahlung, Abzinsung und Barwert jedes Jahres und der Weg zum geschätzten fairen Wert.

JahrWachstumFree Cashflow (Mio. EUR)AbzinsungsfaktorBarwert (Mio. EUR)
18,00 %129,60,9282120,3
28,00 %140,00,8615120,6
38,00 %151,20,7996120,9
48,00 %163,30,7422121,2
58,00 %176,30,6888121,5
67,10 %188,80,6393120,7
76,20 %200,50,5934119,0
85,29 %211,20,5508116,3
94,39 %220,40,5112112,7
103,49 %228,10,4745108,2
Restwert3,49 %5.554,80,47452.635,7

Abzinsungsfaktor: 1 ÷ (1 + Diskontierungssatz) hoch Jahr. Der Restwert steht am Ende des letzten Jahres und wird mit dessen Faktor abgezinst.

Vom Barwert zum geschätzten fairen Wert je Aktie

SchrittMio. EUR
Barwert der Free Cashflows, Jahre 1–⁠101.181,3
+Barwert des Restwerts, ab Jahr 112.635,7
=Wert des operativen Geschäfts3.817,0
+Barmittel150,0
−Schulden300,0
=Wert des Eigenkapitals3.667,0
÷Anzahl Aktien in Mio.100,00
=Geschätzter Fairer Wert36,67 EUR

Das Ergebnis ist eine rechnerische Szenariodarstellung auf Basis der eingestellten Annahmen (Voreinstellungen oder deine eigenen). Es ist keine verlässliche Zukunftsaussage, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zu einer Transaktion. Es ist kein Ersatz für eine Bewertung zu steuerlichen oder rechtlichen Zwecken.

Die DCF-Formel

Ein DCF-Modell zinst jeden künftigen freien Cashflow auf den heutigen Wert ab und addiert die Ergebnisse. Der Abzinsungsfaktor wird durch die Kapitalkosten definiert. Je später ein Cashflow anfällt, desto stärker wirkt der Abzinsungsfaktor und desto weniger trägt er zum heutigen Modellwert bei. Alles, was nach dem letzten projizierten und detailliert modellierten Jahr liegt, fasst der Restwert in einer einzigen Zahl zusammen.

Modellwert = FCFFt (1 + WACC)t + Restwert (1 + WACC)n
Der Modellwert ist die Summe aller abgezinsten freien Cashflows der Projektionsperiode zuzüglich des abgezinsten Restwerts.
FCFFt
Freier Cashflow an alle Kapitalgeber im Jahr t. In der Stufe „Einfach“ gibst du ihn direkt vor; ab „Standard“ ergibt er sich aus Umsatz, operativer Marge, Steuern und Reinvestitionen.
WACC
Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten aus Eigen- und Fremdkapital. In der Stufe „Einfach“ gibst du sie direkt vor; ab „Standard“ ergeben sie sich aus risikolosem Zins, Eigenkapitalprämie, Beta und Fremdkapitalprämie.
n
Länge der Projektionsperiode in Jahren: So viele Jahre werden einzeln modelliert.
Restwert
Restwert (Terminal Value): der zusammengefasste Wert aller Cashflows nach dem Jahr n, abgezinst wie jeder andere Cashflow.

Der Modellwert ist der Wert des operativen Geschäfts. Barmittel kommen hinzu, Schulden gehen ab; was bleibt, ist der Wert des Eigenkapitals. Geteilt durch die Zahl der Aktien ergibt er den geschätzten fairen Wert je Aktie.

Die ausführliche Herleitung und ein durchgerechnetes Zahlenbeispiel stehen im Lexikon. Zum Lexikonartikel DCF

Drei Detailgrade

Einfach
Ein freier Cashflow des Basisjahres, ein Wachstum für die ersten Jahre, ein Wachstum im Restwert und ein Diskontierungssatz, dazu Barmittel, Schulden und Aktienzahl für den Schritt zum Wert je Aktie. Eine Sensitivitätstabelle zeigt, wie stark Diskontierungssatz und Restwert-Wachstum das Ergebnis bewegen.
Standard
Der Wert ergibt sich aus Umsatzwachstum, operativer Marge, Reinvestition (Umsatzwachstum pro investiertem Kapital), Steuern sowie Kapitalkosten aus risikolosem Zins, Eigenkapitalprämie, Beta und Fremdkapitalprämie. Eine Monte-Carlo-Simulation zeigt, wie weit der Wert bei schwankendem Umsatzwachstum und schwankenden Margen streut.
Detailliert
Dieselbe Rechnung wie „Standard“, aber jede Annahme für jedes Jahr der Projektionsperiode einzeln. Gedacht für Unternehmen, deren Zahlen sich nicht gleichmäßig entwickeln.

Was ein DCF-Modell nicht leisten kann

  • Das Ergebnis ist nur so belastbar wie die Eingaben

    Die Rechnung prüft nicht, ob deine Annahmen plausibel sind. Ein in sich stimmiges Modell kann auf Annahmen beruhen, die nie eintreten. Die Präzision der ausgegebenen Zahl sagt nichts über ihre Treffsicherheit.

  • Der Restwert dominiert das Ergebnis

    In den meisten Modellen steckt der größte Teil des Werts im Restwert, also in einer einzigen Formel für die Zeit nach der Projektionsperiode. Kleine Änderungen an ihrem Wachstums- oder Zinsparameter verschieben das Ergebnis erheblich.

  • Kapitalkosten wirken überproportional

    Weil im Nenner potenziert wird, schlägt schon ein Unterschied von wenigen Zehntelprozentpunkten beim WACC deutlich auf den Modellwert durch, besonders bei weit entfernten Cashflows und im Restwert.

  • Nicht jedes Geschäftsmodell passt

    Bei Banken und Versicherern ist Fremdkapital Teil des operativen Geschäfts, nicht bloß Finanzierung; die Annahmen eines DCF-Modells greifen dort nicht. Für solche Fälle ist ein Dividend-Discount-Modell (DDM) die üblichere Herangehensweise.

Recht haben heißt nicht, dass der Markt folgt

Selbst wenn deine Annahmen zutreffen, muss sich der Kurs nicht danach richten, weder bald noch verlässlich. Kurse entstehen aus Angebot und Nachfrage, aus Stimmungen und den Erwartungen vieler Marktteilnehmer; sie können lange und weit von jedem Modellwert entfernt bleiben. Ein Modellwert sagt deshalb nichts darüber, ob oder wann sich der Kurs in seine Richtung bewegt.

„Die Märkte können länger irrational bleiben, als du solvent bleiben kannst.“

John Maynard Keynes zugeschrieben

Häufige Fragen zum DCF-Rechner

Wie funktioniert der DCF-Rechner?
Du legst Annahmen zu Cashflow, Wachstum und Kapitalkosten fest, je nach Detailgrad direkt oder über Umsatz, Marge und Reinvestition. Das Modell zinst die Cashflows der Projektionsperiode und den Restwert auf den heutigen Tag ab, rechnet Barmittel hinzu und Schulden heraus und teilt das Ergebnis durch die Zahl der Aktien. Jede Änderung einer Annahme zeigt, wie sich der geschätzte faire Wert bewegt.
Brauche ich dafür Unternehmensdaten?
Nein. Der Rechner startet mit einem erfundenen Beispielunternehmen, und du kannst jeden Ausgangswert selbst eintragen, vom Cashflow oder Umsatz über die Margen bis zu Aktienzahl, Barmitteln und Schulden. Über die Suche lassen sich außerdem die Daten eines Unternehmens als Ausgangspunkt laden; auch sie bleiben vollständig änderbar.
Woher kommen die voreingestellten Werte?
Ohne geladenes Unternehmen sind es Beispielwerte. Mit geladenem Unternehmen leiten sich die Startwerte aus dessen aktuellen und historischen Kennzahlen sowie gegebenenfalls externen Analystenschätzungen ab. In beiden Fällen dienen sie ausschließlich als Ausgangspunkt und sind weder Richtwerte noch Erwartungen an die künftige Entwicklung.
Was ist der Restwert und warum ist er so groß?
Der Restwert (Terminal Value) fasst alle Cashflows nach dem letzten einzeln modellierten Jahr in einer Zahl zusammen. Da ein Unternehmen nicht mit dem Ende der Projektionsperiode aufhört zu wirtschaften, deckt er den weitaus längeren Zeitraum ab und macht deshalb in vielen Modellen den größeren Teil des Ergebnisses aus.
Warum verändert ein kleiner Zinsschritt das Ergebnis so stark?
Die Kapitalkosten stehen im Nenner und werden mit der Jahreszahl potenziert. Ein Cashflow in zehn Jahren wird deshalb zehnmal hintereinander geteilt, und schon wenige Zehntelprozentpunkte Unterschied summieren sich über die Laufzeit deutlich. Beim Restwert wirkt zusätzlich der Abstand zwischen Kapitalkosten und Wachstum. Die Sensitivitätstabelle der Stufe „Einfach“ macht diesen Effekt sichtbar.
Ist das Ergebnis eine Anlageempfehlung?
Nein. Der Rechner ist ein Werkzeug, um Bewertungsannahmen zu verstehen. Das Ergebnis ist eine rechnerische Szenariodarstellung auf Basis der eingestellten Annahmen (Voreinstellungen oder deine eigenen). Es ist keine verlässliche Zukunftsaussage, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zu einer Transaktion.

Begriffe im Lexikon

Die Bausteine des Modells, ausführlich erklärt.