DCF-Rechner (Discounted Cashflow)
Schätze den fairen Wert einer Aktie mit einem Discounted-Cashflow-Modell, mit eigenen Zahlen oder mit den Daten eines Unternehmens als Ausgangspunkt. Wähle den Detailgrad: vom einfachen Modell mit einem Cashflow und zwei Wachstumsraten bis zur Planung Jahr für Jahr. Das Ergebnis spiegelt allein die eingestellten Annahmen wider (Voreinstellungen oder deine eigenen); es ist keine Prognose, keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung.
Deine Annahmen
Ausgangswerte
Die Zahlen des letzten Geschäftsjahres. Voreingestellt ist ein erfundenes Beispielunternehmen. Trage eigene Werte ein oder lade oben die Daten eines Unternehmens.
Kapitalkosten
Eigenkapitalkosten Jahr 1 (CAPM) 7,74 % Fremdkapitalkosten nach Steuern 3,45 % WACC (Schätzung) 7,28 %Geschäftsentwicklung
Schritt 1 von 8 · Ausgangswerte
Wovon gehst du aus?
Lade die Daten eines Unternehmens oder rechne mit eigenen Zahlen. Jede Zahl bleibt danach änderbar.
Ergebnis
Noch kein Ergebnis
Prüfe deine Annahmen und starte die Berechnung. Danach aktualisiert sich das Ergebnis bei jeder Änderung automatisch.
Nach der Berechnung erscheinen hier die Internal Rate of Return (IRR, interner Zinsfuß), die Spanne der Simulation, die Zusammensetzung des geschätzten fairen Werts, die Monte-Carlo-Verteilung, der Verlauf im Modell und die Tabelle Jahr für Jahr.
Das Ergebnis ist eine rechnerische Szenariodarstellung auf Basis der eingestellten Annahmen (Voreinstellungen oder deine eigenen). Es ist keine verlässliche Zukunftsaussage, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zu einer Transaktion. Es ist kein Ersatz für eine Bewertung zu steuerlichen oder rechtlichen Zwecken.
Die DCF-Formel
Ein DCF-Modell zinst jeden künftigen freien Cashflow auf den heutigen Wert ab und addiert die Ergebnisse. Der Abzinsungsfaktor wird durch die Kapitalkosten definiert. Je später ein Cashflow anfällt, desto stärker wirkt der Abzinsungsfaktor und desto weniger trägt er zum heutigen Modellwert bei. Alles, was nach dem letzten projizierten und detailliert modellierten Jahr liegt, fasst der Restwert in einer einzigen Zahl zusammen.
- FCFFt
- Freier Cashflow an alle Kapitalgeber im Jahr t. In der Stufe „Einfach“ gibst du ihn direkt vor; ab „Standard“ ergibt er sich aus Umsatz, operativer Marge, Steuern und Reinvestitionen.
- WACC
- Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten aus Eigen- und Fremdkapital. In der Stufe „Einfach“ gibst du sie direkt vor; ab „Standard“ ergeben sie sich aus risikolosem Zins, Eigenkapitalprämie, Beta und Fremdkapitalprämie.
- n
- Länge der Projektionsperiode in Jahren: So viele Jahre werden einzeln modelliert.
- Restwert
- Restwert (Terminal Value): der zusammengefasste Wert aller Cashflows nach dem Jahr n, abgezinst wie jeder andere Cashflow.
Der Modellwert ist der Wert des operativen Geschäfts. Barmittel kommen hinzu, Schulden gehen ab; was bleibt, ist der Wert des Eigenkapitals. Geteilt durch die Zahl der Aktien ergibt er den geschätzten fairen Wert je Aktie.
Die ausführliche Herleitung und ein durchgerechnetes Zahlenbeispiel stehen im Lexikon. Zum Lexikonartikel DCF
Drei Detailgrade
- Einfach
- Ein freier Cashflow des Basisjahres, ein Wachstum für die ersten Jahre, ein Wachstum im Restwert und ein Diskontierungssatz, dazu Barmittel, Schulden und Aktienzahl für den Schritt zum Wert je Aktie. Eine Sensitivitätstabelle zeigt, wie stark Diskontierungssatz und Restwert-Wachstum das Ergebnis bewegen.
- Standard
- Der Wert ergibt sich aus Umsatzwachstum, operativer Marge, Reinvestition (Umsatzwachstum pro investiertem Kapital), Steuern sowie Kapitalkosten aus risikolosem Zins, Eigenkapitalprämie, Beta und Fremdkapitalprämie. Eine Monte-Carlo-Simulation zeigt, wie weit der Wert bei schwankendem Umsatzwachstum und schwankenden Margen streut.
- Detailliert
- Dieselbe Rechnung wie „Standard“, aber jede Annahme für jedes Jahr der Projektionsperiode einzeln. Gedacht für Unternehmen, deren Zahlen sich nicht gleichmäßig entwickeln.
Was ein DCF-Modell nicht leisten kann
Das Ergebnis ist nur so belastbar wie die Eingaben
Die Rechnung prüft nicht, ob deine Annahmen plausibel sind. Ein in sich stimmiges Modell kann auf Annahmen beruhen, die nie eintreten. Die Präzision der ausgegebenen Zahl sagt nichts über ihre Treffsicherheit.
Der Restwert dominiert das Ergebnis
In den meisten Modellen steckt der größte Teil des Werts im Restwert, also in einer einzigen Formel für die Zeit nach der Projektionsperiode. Kleine Änderungen an ihrem Wachstums- oder Zinsparameter verschieben das Ergebnis erheblich.
Kapitalkosten wirken überproportional
Weil im Nenner potenziert wird, schlägt schon ein Unterschied von wenigen Zehntelprozentpunkten beim WACC deutlich auf den Modellwert durch, besonders bei weit entfernten Cashflows und im Restwert.
Nicht jedes Geschäftsmodell passt
Bei Banken und Versicherern ist Fremdkapital Teil des operativen Geschäfts, nicht bloß Finanzierung; die Annahmen eines DCF-Modells greifen dort nicht. Für solche Fälle ist ein Dividend-Discount-Modell (DDM) die üblichere Herangehensweise.
Recht haben heißt nicht, dass der Markt folgt
Selbst wenn deine Annahmen zutreffen, muss sich der Kurs nicht danach richten, weder bald noch verlässlich. Kurse entstehen aus Angebot und Nachfrage, aus Stimmungen und den Erwartungen vieler Marktteilnehmer; sie können lange und weit von jedem Modellwert entfernt bleiben. Ein Modellwert sagt deshalb nichts darüber, ob oder wann sich der Kurs in seine Richtung bewegt.
„Die Märkte können länger irrational bleiben, als du solvent bleiben kannst.“
Häufige Fragen zum DCF-Rechner
- Wie funktioniert der DCF-Rechner?
- Du legst Annahmen zu Cashflow, Wachstum und Kapitalkosten fest, je nach Detailgrad direkt oder über Umsatz, Marge und Reinvestition. Das Modell zinst die Cashflows der Projektionsperiode und den Restwert auf den heutigen Tag ab, rechnet Barmittel hinzu und Schulden heraus und teilt das Ergebnis durch die Zahl der Aktien. Jede Änderung einer Annahme zeigt, wie sich der geschätzte faire Wert bewegt.
- Brauche ich dafür Unternehmensdaten?
- Nein. Der Rechner startet mit einem erfundenen Beispielunternehmen, und du kannst jeden Ausgangswert selbst eintragen, vom Cashflow oder Umsatz über die Margen bis zu Aktienzahl, Barmitteln und Schulden. Über die Suche lassen sich außerdem die Daten eines Unternehmens als Ausgangspunkt laden; auch sie bleiben vollständig änderbar.
- Woher kommen die voreingestellten Werte?
- Ohne geladenes Unternehmen sind es Beispielwerte. Mit geladenem Unternehmen leiten sich die Startwerte aus dessen aktuellen und historischen Kennzahlen sowie gegebenenfalls externen Analystenschätzungen ab. In beiden Fällen dienen sie ausschließlich als Ausgangspunkt und sind weder Richtwerte noch Erwartungen an die künftige Entwicklung.
- Was ist der Restwert und warum ist er so groß?
- Der Restwert (Terminal Value) fasst alle Cashflows nach dem letzten einzeln modellierten Jahr in einer Zahl zusammen. Da ein Unternehmen nicht mit dem Ende der Projektionsperiode aufhört zu wirtschaften, deckt er den weitaus längeren Zeitraum ab und macht deshalb in vielen Modellen den größeren Teil des Ergebnisses aus.
- Warum verändert ein kleiner Zinsschritt das Ergebnis so stark?
- Die Kapitalkosten stehen im Nenner und werden mit der Jahreszahl potenziert. Ein Cashflow in zehn Jahren wird deshalb zehnmal hintereinander geteilt, und schon wenige Zehntelprozentpunkte Unterschied summieren sich über die Laufzeit deutlich. Beim Restwert wirkt zusätzlich der Abstand zwischen Kapitalkosten und Wachstum. Die Sensitivitätstabelle der Stufe „Einfach“ macht diesen Effekt sichtbar.
- Ist das Ergebnis eine Anlageempfehlung?
- Nein. Der Rechner ist ein Werkzeug, um Bewertungsannahmen zu verstehen. Das Ergebnis ist eine rechnerische Szenariodarstellung auf Basis der eingestellten Annahmen (Voreinstellungen oder deine eigenen). Es ist keine verlässliche Zukunftsaussage, keine Anlageberatung und keine Aufforderung zu einer Transaktion.
Begriffe im Lexikon
Die Bausteine des Modells, ausführlich erklärt.