Beta (Bottom-Up)
Im Capital Asset Pricing Model (CAPM) wird das Beta eines Unternehmens typischerweise
als Regressions-Beta statistisch anhand der Kovarianz zwischen den Renditen
der betrachteten Aktie und den Renditen des Gesamtmarkts bestimmt. Es reflektiert also, wie stark der Aktienwert im
Vergleich zum Gesamtmarkt schwankt.
Bei dem Bottom-Up Beta Ansatz ziehen wir als Grundlage nicht das Regressions-Beta eines einzelnen Unternehmens heran, welches erwartungsgemäß großen statistischen Schwankungen durch z.B. die Zeitraumwahl oder unternehmensspezifische Sonderereignisse unterliegt und daher naturgemäß ein fehleranfälliges Maß für das "wahre" systematische Risiko darstellt. Stattdessen wird das Bottom-Up Beta anhand einer Peer-Group vergleichbarer Unternehmen unter Beachtung der jeweiligen Kapitalstruktur bestimmt. In der Praxis erfolgt die Berechnung anhand folgender Schritte:
1. Erstellung einer Peer-Group / Liste vergleichbarer Unternehmen
2. Berechnung der Unlevered/Asset-Betas (d.h. des Betas des reinen operativen Geschäfts ohne Schulden) jedes Unternehmens in der Liste
3. Berechnung des nach Marktkapitalisierung gewichteten mittleren Asset-Betas der Peer-Group
4. Berechnung des gesamten (levered) Betas des Unternehmens anhand der vorhandenen Kapitalstruktur
Ist das zu untersuchende Unternehmen in einem einzelnen Sektor tätig, so können wir das um Barbestände korrigierte Unlevered-Beta der gesamten Branche nutzen, um das Bottom-Up Beta des betrachteten Unternehmens zu berechnen $$\beta_\mathrm{Equity} = \beta_{\mathrm{Branche,Unlevered,CashAdj}}\times\left(1-\frac{\mathrm{Cash}}{\mathrm{Equity}+\mathrm{Debt}}\right)\times\left(1+\frac{(1-\mathrm{T})\times \mathrm{Debt}}{\mathrm{Equity}}\right)$$ wobei
$\mathrm{Cash}:$ Barbestände und Äquivalente
$\mathrm{Equity}:$ Marktwert des Eigenkapitalanteils / Marktkapitalisierung
$\mathrm{Debt}:$ Marktwert des zinstragenden Fremdkapitals / der Verschuldung
$\mathrm{T}:$ (Grenz-)Steuersatz
Die dem Bottom-Up Beta zugrundeliegende Idee ist, dass das systematische Risiko (Beta) eines Unternehmens primär durch das systematische Risiko seines operativen Geschäfts und seine Kapitalstruktur bzw. seinen Verschuldungsgrad bestimmt ist.
Bei dem Bottom-Up Beta Ansatz ziehen wir als Grundlage nicht das Regressions-Beta eines einzelnen Unternehmens heran, welches erwartungsgemäß großen statistischen Schwankungen durch z.B. die Zeitraumwahl oder unternehmensspezifische Sonderereignisse unterliegt und daher naturgemäß ein fehleranfälliges Maß für das "wahre" systematische Risiko darstellt. Stattdessen wird das Bottom-Up Beta anhand einer Peer-Group vergleichbarer Unternehmen unter Beachtung der jeweiligen Kapitalstruktur bestimmt. In der Praxis erfolgt die Berechnung anhand folgender Schritte:
1. Erstellung einer Peer-Group / Liste vergleichbarer Unternehmen
2. Berechnung der Unlevered/Asset-Betas (d.h. des Betas des reinen operativen Geschäfts ohne Schulden) jedes Unternehmens in der Liste
3. Berechnung des nach Marktkapitalisierung gewichteten mittleren Asset-Betas der Peer-Group
4. Berechnung des gesamten (levered) Betas des Unternehmens anhand der vorhandenen Kapitalstruktur
Ist das zu untersuchende Unternehmen in einem einzelnen Sektor tätig, so können wir das um Barbestände korrigierte Unlevered-Beta der gesamten Branche nutzen, um das Bottom-Up Beta des betrachteten Unternehmens zu berechnen $$\beta_\mathrm{Equity} = \beta_{\mathrm{Branche,Unlevered,CashAdj}}\times\left(1-\frac{\mathrm{Cash}}{\mathrm{Equity}+\mathrm{Debt}}\right)\times\left(1+\frac{(1-\mathrm{T})\times \mathrm{Debt}}{\mathrm{Equity}}\right)$$ wobei
$\mathrm{Cash}:$ Barbestände und Äquivalente
$\mathrm{Equity}:$ Marktwert des Eigenkapitalanteils / Marktkapitalisierung
$\mathrm{Debt}:$ Marktwert des zinstragenden Fremdkapitals / der Verschuldung
$\mathrm{T}:$ (Grenz-)Steuersatz
Die dem Bottom-Up Beta zugrundeliegende Idee ist, dass das systematische Risiko (Beta) eines Unternehmens primär durch das systematische Risiko seines operativen Geschäfts und seine Kapitalstruktur bzw. seinen Verschuldungsgrad bestimmt ist.