Volatilität (Volatility)

Die Volatilität ist ein statistisches Maß für die Schwankungsbreite von Wertpapierrenditen und wird als Standardabweichung der Renditen berechnet. Sie dient als zentrale Kennzahl für das Risiko eines Investments. $$\sigma = \sqrt{\frac{1}{n-1} \sum_{i=1}^{n} (R_i - \bar{R})^2}$$ wobei

$\sigma:$ Volatilität (Standardabweichung)
$R_i:$ Rendite in Periode i
$\bar{R}:$ Durchschnittliche Rendite
$n:$ Anzahl der Beobachtungen

Interpretation:
  • Historische Volatilität: Basierend auf vergangenen Renditen berechnet
  • Implizite Volatilität: Aus Optionspreisen abgeleitete Markterwartung zukünftiger Schwankungen
  • Annualisierte Volatilität: Standardisierte Angabe als Jahresvolatilität (z.B. Tagesvolatilität × √252)
Typische Volatilitätswerte:
  • Staatsanleihen: 2-5% p.a. (niedrig)
  • Large-Cap Aktien: 15-25% p.a. (mittel)
  • Small-Cap/Emerging Markets: 30-50% p.a. (hoch)
  • Kryptowährungen: >50% p.a. (sehr hoch)
Im CAPM und anderen Modellen wird die Volatilität als Proxy für das Gesamtrisiko verwendet. Die systematische Komponente wird durch Beta erfasst.

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